Lust auf Technik

Haben unsere Schüler flexible Lernstrategien erprobt, im Team erweitert und in neuen Situationen kreativ umgesetzt und evaluiert?

Solche Schlüsselqualifikationen, die zur selbstsicheren, individuellen Kompetenzerweiterung in die Zukunft führen sollen, werden gewiss nicht mehr allein im Rahmen traditioneller (Schul-)Wege vermittelbar sein.

Vor dem Hintergrund gemeinsamer Sorgen um die Jugend, in schulischer und beruflicher Ausbildung, eröffneten die Ausbilder der Firma Voith kooperativ konkrete Lösungsansätze in vorbereitenden Dialogen in Bezug auf das Fach NUT/KI8 (Metallverarbeitung)

Erste Presseberichte (Tageszeitung und Betriebszeitung der Firma Voith) informierten bereits über die erfolgreiche Zusammenarbeit in einigen Umsetzungsbeispielen. Voraussetzung dafür war das erarbeitete Programm:

 

Vorläufig:

  1. Besuche unserer Technikklassen in Kleingruppen (5 bis 6 Schüler) im Ausbildungszentrum der Firma Voith/Haintal in 5 bis 6 Stationen der jeweiligen Berufsbildungssparten am gegebenen Nachmittag.

  2. Die Möglichkeit eines Vertiefungsbesuches einer der Stationen (z.B.: Technisches Zeichnen) von 2 bis 4 Schülern an einem oder mehreren Nachmittagen.

  3. Kleingruppen der EGR-Schüler erstellen eigene Bild-, Ton- und Filmsequenzen für den Gebrauch in Schule und Betrieb.

  4. Praxisprojekte können nach Absprache ausgeführt werden – z.B. fand eine „Jugend forscht“-Gruppe bereits ein komplettes Werkstattangebot vor, versehen mit Rat und Tat.

 

Angestrebt:

  1. Ergebnisse der Besucher-, Medien- und Projektgruppen werden in einem „Datenpool“ für den interaktiven Netzzugriff (Server) nutzbar gemacht. Ein Fundus mit primären Technologie-Know-How soll installiert und erweitert werden.

  2. Gruppen aus anderen Klassen und Schulen erweitern die Angebotsfächer, wobei die Auszubildenden der Firma Voith in den Interaktionsprozessen definierte Pilotfunktionen einnehmen, um effektive Konstellationen zu initialisieren und im Prozess zu stabilisieren. Damit soll der rasante Technologieschub schon mit Basispositionen kommunikativ und kreativ schrittweise transformiert und abgebaut werden.

  3. Das so entstehende Jugend-Technologie-Center ist (vorab theoretisch…) in der Lage, weitere Industriebetriebe und Schularten der Region spezifisch einzubinden.

 

Erstaunlich, wie kurz die Zeit vom ersten Denkstoß des Modells bis zur ersten Erfolgsmeldung war! Allein die geäußerte Zufrieden und die Neugier auf „mehr…!“ der Besuchsschüler quittierten die vorgelegten Methoden und Zukunftsaussichten des differenzierten Programms mit der besten Antwort: Weiter so!

 

 

Aktivität: EGR-Klassen/Natur u. Technik, Lehrer: G. Preissler

Raumfahrt - Visionen

Fliegen – nur ein Traum? Das Motto „Flieg mit zu den Sternen“ inspirierte die Schüler der Eugen-Gaus-Realschule zu Collagen und Raumschiffmodellen, wobei der jugendlichen Kreativität alle Tore offen standen.

Allerdings schärften solide Absprache zur Umsetzung mit handwerklichen, kunsthistorischen und organisatorischen Inhalten die Blickrichtung der Schüler. Einerseits fesselte die faszinierende Weltraumutopie, anderseits musste diese mit ganz irdischen Materialien realisiert werden. Max Ernst, der Surrealismus und bionische Formen erwiesen sich als richtungsweisende Leihgeber für den „2D-Bereich“, die Collagetechnik.

Wie könnte ein „3D-Biosphärenmodell“ funktionieren und aussehen? Diese Aufgabe wurde durch „Umgestalten“ angegangen – ein silberpapierbezogener Jogurtbecher mutierte so zur Antriebsdüse. In allen bearbeiteten „Dimensionen“ steckten die gleichen Absichten: Technik und Wissenschaft können, müssen aber nicht geistige Paten sein.

Mit den Mitteln der PC – Bildbearbeitung wagten sich einige Oberstufenschüler an die Effekte moderner Bildwirklichkeit. Ganzheitliches „Raumerfassen“ und der fiktive Rollenwechsel mit den Raumfahrern förderte andere innovative Lösungswege. Überlebenstraining als Wahrnehmungsmodell fand so im sprichwörtlichen Modell statt.

Mit der Unterstützung der Heidenheimer Volksbank zeigten die Kunsterzieher der EGR die Schülerarbeiten der Öffentlichkeit. Im Kundencenter der Volksbankzentrale fand die Präsentation vom 18. März bis zum 1. April statt.

Aktivitäten: EGR-Klassen, H. Müller und H. Preissler