Projekt Pop-Up-Weihnachtskarte

Kooperation im nachhaltigen Interessensverbund von Schulen und Wirtschaft sollten zum Alltag gehören! Ein Musterbeispiel für Zukünftiges präsentierte sich nun wiederholt in der Fa. Edelmann mit ihren jungen Gästen und ihrem Lehrer, G. Preissler, aus der Eugen-Gaus-Realschule.

Die örtliche Presse berichtet bereits von den Farbversuchen der Mädchen (Kl. 7 und 8), wie von den Versuchen der Jungen (Kl. 9), die sich im Stanzformenbau erfolgreich übten – Das Motto: Lehrlinge als Lehrer.
Von einer großen Öffentlichkeit, mit besonderem Interesse aufgenommen, waren die Kooperationsdarstellungen auf der Landesgartenschau. Eine Stellwand informierte über die Zusammenarbeit in Beispielen mit Fotos und Texten. Auf einer langen Bank wurden von eifrigen Schülern „Kaleidozyklen“ montiert. Diese in sich selbst umstülpbaren Tetraederringe  waren, von der Fa. Edelmann vorgefertigt, der „Hin-Gucker“ in unserer, aus mehrer Abteilungen bestehenden, Ausstellung im Lokschuppen. 

Folgerichtig war nun die Synthese des Bisherigen im neuen Projekt. In einer Pop-up-Weihnachtskarte veranschaulichten Auszubildende und Schüler gekonnt die Schritte vom Entwurf (Vicky Wolfram, Kl. 9a) zur Firmenprofi-Bildbearbeitung und zu der Abschlussmontage an einem Samstag in der CAD-Abteilung. Durch alle bisherigen Projekte führte uns der Ausbildungsleiter, H. Riebenstahl, routiniert und koordinierte perfekt die „Passerschritte“ zu den Abteilungen. Herr Nemec, im CAD-Bereich, fand außer passenden Druckkartions den richtigen Draht zur Jugend. Wir lernten, wie konkretes Wissen in allen Abläufen, handwerkliches Können, Fleiß und kreative Lösungen ein Qualitätsprodukt ermöglichen.


EGR-Schüler zum Schnupperkurs

Einen Einblick in die Berufswirklichkeit verschafften sich Schüler und Schülerinnen der Eugen Gaus Realschule auch bei der Firma Edelmann. Freiwillig unternahmen vier Jungen aus Klasse 9 und fünf Mädchen aus Klasse 7 zusammen mit Lehrer Gerhard Preissler Erkundungen im Betrieb. Zwei Schüler der Abschlussklasse dokumentierten dieses Zusatzangebot mit Photos und Filmsequenzen, die in einer im nächsten Jahr geplanten Ausstellung in Stuttgart veröffentlicht werden sollen.

Schule und Wirtschaft können sich ideal ergänzen, wenn definierte Ziele praktisch umgesetzt werden, die auf die Zukunft der Jugend gerichtet sind. Neugierig machte sich so die Jungengruppe im Stanzformenbau mit einem neuen Lernstil vertraut: ein Lehrling als Lehrer zeigte mustergültig das Einpassen der scharfen Messerprofile in die vom Laser geschnittene Holzform. „Learing by doing“! 
Die Schüler erkannten die Präzisionsansprüche bei den Verarbeitungsverfahren sowie die Qualitätsanforderungen an die Produkte. Die gemeinsam gebauten Stanzformen produzierten beim darauf folgenden Termin perfekte Ergebnisse. So mussten die weißen Schachtelrohlinge zum Abschluss der Arbeiten nur noch gefaltet und geklebt werden.

Kundenwünsche bestimmen bei der Firma Edelmann Form und Farbe der Faltschachteln, also das Design. In der Farbmischabteilung fanden die Mädchen „hautnahen“ Zugang zur Materie. Mit Fingern und Handballen wurden die Leuchtkraft, Farbkonsistenz und die Farbmischungsverhältnisse handwerklich auf Papptabletts nach der Anleitung des Meisters erprobt. Im Kontrast dazu stand die industrielle Qualitätsnorm, die mit Präzisionswaagen, Farbspektrenmessungen, Druckverfahren, verschiedensten Papiersorten u.v.m. im Alltag hohe Anforderungen an die Mitarbeiter stellt.

Nach diesem Kurzpraktikum zeigte sich der Ausbildungsleiter der Firma, Andreas Riebenstahl, ebenso zufrieden wie die Teilnehmer. Basiskompetenzen, die in der Schule so nicht unterrichtet werden können, bleiben jetzt nachhaltig und lebendig im Gedächtnis. Mit kräftigem Applaus bedankten sich die Schüler für das Angebot der Firma Edelmann, den industriellen Fertigungsprozess in Theorie und Praxis kennen zu lernen.

Pr

Aktivität: Team Design-AG, G. Preissler