Roboterperspektiven

Unsere kleine Gruppe der Robot-AG hatte ein klares Ziel vor dem Besuch des Industrieroboters in der Berufsakademie in Heidenheim: Nach dem Bauen und Programmieren der LEGO-Mindstorm-Modelle (RCX-System) im kleinen Format wollten wir den ersten realen Kontakt mit einem Serienmodell im großen Format erleben. Schließlich sollte dieser Informationsbesuch diskrete Schlag- lichter auf zukünftige Berufsfelder der Schüler des Technischen Gymnasiums/Informatik projizieren.

Fasziniert von den Zukunftstechnologien im umfassenden Robotereinsatz waren wir vorinformiert in der Anwendung in der Weltraumstation, in Flugdrohnen, als Entdecker- fahrzeug auf dem Mars, in der Autoproduktion oder Leiterplattenbestückung, von Montagearbeiten im Meer oder von Servicearbeiten als hominider Roboter im Kranken- haus. Ebenso wussten wir von den modernen, fachübergreifenden Voraussetzungen der Mechatronik, Bionik, der KI , der Neuroinformatik und natürlich von den oft Impulse gebenden SF-Medien.

Prof. Dr. Klaus Dieter Rupp führte uns als Studiengangsleiter im Wirtschaftsingenieur- wesen sogar persönlich in das Kellerlabor der BA. Mit einer anschaulichen Einführung vor der respektheischenden Maschine wies er auch auf die Sicherheitsvorschriften hin, die für diesen Nachmittag das Mitmachen grundlegend ermöglichten. Erstaunlich war dann auch die Steigerung der Arbeitsgeschwindigkeit des stählernen KUKA-Roboterarms in einem weiten Radius, trotz seines großen Gewichts. Aus einem Vorratsbehälter wurde ein Probestück quer durch den Raum mit einem pneumatischen Greifer präzise im Ziel- gebiet eingepasst. Vertieft wurde das Vorgehen, indem jeder Schüler einige Programm- schritte auf der Bedienerkonsole eigenhändig durchführte, die geballte Kraft der Maschine selbst dirigierte – Learning by doing!

Unmittelbares Erleben ist eben durch nichts zu ersetzen! Im realen Umfeld mitmachen, mitdenken und später einmal die Technik mitgestalten – für die Zeit im Robotlabor der BA waren wir sehr dankbar, denn sie war wortwörtlich zukunftsprägend für die „Techniker in spe“.