_____________________________________________________________________________________________________________________________________

 

JTC Ostwürttemberg

 

I   Voraussetzungen

 
Lagebestimmung

Kann die BRD im rasanten globalen Wandel der Technologieinnovationen und Handelsnetze mit hergebrachten Struk­turen bisherige Positionen halten oder verbessern?
 

JTC — Bindeglied mit Zukunft

Ein Jugend-Technologie-Center im regionalen Verbund könnte die komplexen Technologievernetzungen und modernen effektiven prozessorientierten Arbeitsweisen in der Industrie der Jugend realitätsnah vermitteln (Vgl.: Ansätze im Be­reich BORS, „Schnupperlehre" u.a.m.).
Ausgewählt werden zuerst vorrangig Bildungsangebote der Aktion WISSEN und Kooperationen im Umfeld SCHULE­ WIRTSCHAFT, passend zum ganzheitlichen Persönlichkeitsspektrum des jungen Menschen, der neugierig und indivi­duell sein Weltbild erweitert und seine Perspektiven und Chancen erkennt und ausbauen darf (Berufswahlsicherung ). Für jeden Staat sollte die Jugend sehr kostbar sein und deshalb gut ausgebildet werden (Zukunftsinvestitionen). Vergleichsstatistiken zu Bildungsausgaben in der EU sind auch im Zusammenhang der PISA- Ergebnisse lesbar. Gewiss kann das JTC keine umfassenden Patentrezepte bieten — einen machbaren Weg zeigt es im regionalen Rahmen doch.

 
II   Das JTC — ein Modell wird umgesetzt

 

Kommunikationszentrum — Server

Im Mittelpunkt steht ein Server, der die Kommunikation der Beteiligten mit Informationsdepots, Abrufmöglichkeiten und laufenden Aktivitätsprotokollen versorgt und dieses auf seiner Homepage veröffentlicht. Ein Betriebskriterium ist das Hosting, das vielleicht auch von BA-Studenten (Wirtschaftsinformatik) geleistet werden kann. Es gilt das Motto: Zentral lenken und dezentral arbeiten.
 

Jahrgangs- und Schulartübergreifend

„User'" sind hauptsächlich die interessierten Jugendlichen aller Schularten bis in die Studienzeiten (BA, PH, Fachhochschulen und Unis) Ausgebildete, die in ihrem jeweiligen Beruf stehen, sind als „Ehemalige" und neue Mentoren be­sonders willkommen. Vorerst benennen Betriebe und Schulen Fachkräfte (Deputatsermäßigungen, Freistellungen...) zur Bearbeitung von Technologiefragen bei entsprechenden praktischen Projekten oder schriftlichen Facharbeiten.
 

Kooperationen mit Institutionen und Regionen

Kennzeichen und Arbeitsweise ist somit die Vernetzung, die in der Berufs- und Freizeit spontane, flexible und kompe­tente Zugriffe und Interaktionen ermöglicht. Sukzessive Erweiterungen bestehen in der Bereicherung der lokalen oder zentralen Angebote in Form von Fachvorträgen, Workshops, Kursen, Ausstellungen u.v.a.m. High-Tech-Werkstätten der ganzen Region können nach sorgfältiger Abstimmung kostbare Hilfen anbieten.
In der Achse Aalen- Heidenheim-Ulm bieten die Handwerkskammern und die IHK wertvolle Vermittlungsangebote. Kreisbildstellen, Arbeitsämter, Volkshochschulen u.a.m., können ebenfalls konstruktiv mit vernetzt werden. Bereits bestehende Arbeitskreise ( Heikiwi, Nawi, SIA, Kinder-Uni, Mitmach-Museum u.v.a.m.) können sich in jeweils ver­schiedenen Formen unter einem „gemeinsamen Dach" des JTC finden - oder partizipieren gesondert in einer speziellen Partnerschaft.
 

Installation und Rechtsposition des JTC - Die Verbindung mit der „Wissenswelt"

Seit der Erstfassung des Modells JTC im Jan/ Feb 07 konnten die erfolgten Ausstellungen der „KOOPERATIONEN“ im Kultusministerium Stuttgart und im Rathausfoyer HDH in den gezeigten Einzelprojekten erste Erfolge präsentieren. Weil das geplante Großprojekt der „Wissenswelten Ostwürttemberg“ bisher nicht realisiert wurde, konnte die ursprüngliche Integration darum nicht erfolgen. Auf dem Weg zur vorläufigen Selbstständigkeit dokumentieren wir unsere Aktionen auf der Homepage: www.Jugend-Technologie-Center.de.
Konstitutive Elemente für das JTC sind demnach die Autonomie (Status im Vereinsrecht?), die Auswahl der Leitungspartner pädagogisch-didaktische Grundzüge und Sicherung und der Leistungsressourcen in personeller und finanzieller Hinsicht. Moderne, zukunftsweisende Strukturen zeigen sich in den erreichten Kompetenzen und Qualitätsergebnissen der Ausbildung ebenso wie in der Selbstverwaltung.
Entstehende Synergieeffekte breiten sich sicher in dieser Konzeption über den engeren Rahmen des JTC hinweg aus (aus der Basis verlässlichen Kooperationen ) und wirken motivierend, inspirierend und wirtschaftsfördernd in erweiter­ten Regionen.
Ein funktionierender Minivorläufer für das JTC findet sich auf der Homepage der EGR Heidenheim in den Rubriken Partner (lndustriekooperationen) und AG's und Projekte (www.egr-hdh.de).
 

III Folgen und Fragen

 
In den ersten entscheidenden richtungsgebenden Sitzungen mit den interessierten Partnern des Projekts werden viele Spielräume und Grenzen sichtbar werden. In dieser Entwicklungsphase sind die Beteiligten sehr dankbar, wenn sie rasche Antworten auf konkrete Fragen erhalten. Wohlmeinende Unterstützungen und Hinweise bei Planungsaufgaben sind wichtig und erweiterte Hilfsangebote mit Verfügungsstunden, Deputatsumwidmungen oder Stellenzuweisungen ermöglichen die Aufbauarbeit nachhaltig.
Ob das JTC in der erweiterten, gewünschten Art und Weise in Zukunft agieren wird, hängt nun nur noch von finanziellen Zusagen, von der Anerkennung und Aufnahme im institutionellen Rahmen ab.
Selbstverständlich bleiben in dieser knappen Darstellung viele Fragen offen — zuerst wohl die, wie viele Jugendliche in einer Gruppe innerhalb welcher Verhaltensformen, mit welchen Methoden , welcher Ausstattung, mit welchem Ergeb­nis und mit wem kooperieren.....?
 


Aus der Heidenheimer Zeitung vom 27. Mai 2008